EasyMiNT ST
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05.07.20 18:13:40
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EasyMiNT ST
Installation
Perry Drechsel
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Als erstes legt man die CD ein und startet easymint.prg. Nein?? So einfach wird es Euch in dem Falle nicht gemacht!
EasyMiNT ST
Installation
Perry Drechsel
Als allererstes sollte Euch eines klar sein: EasyMiNT entstand hauptsächlich für den Anwender von 68030er Rechnern und wurde auch nur auf diesen getestet. Die Wahltaste für den ST während der Installation ist wohl ein Relikt aus den guten alten Zeiten und installiert in Wahrheit nur den Kernel für den 68000er. Das bedeutet, selbst wenn das System läuft, sollte man durchaus auf die eine oder andere überraschung gefasst sein, die mit dem 68xxx zusammenhängt, viele Programme wurden auf die höhere CPU zugeschnitten, einfach um sie schneller zu gestalten. Was hier beschrieben ist, ist nur der Weg, wie ich eine EasyMiNT Distribution auf einem ST zum laufen bekomme, die Feinheiten sind jedem selbst überlassen.
Mit welchen Problemen ist nun zu rechnen. Die oben genannte Sache mit der CD funktioniert wirklich nicht, wie ich sehr schnell feststellen musste. Denn: die EasyMiNT Distri benötigt ein Unix-File-System (von mir in Zukunft ufs genannt), da es sich hier um Benutzerrechte und lange Dateinamen handelt, keine TOS-Partition kann das liefern. Leider installiert EasyMiNT aber nur das ext2fs, wovon nur die 32-Bit-Variante offiziell ist. Ich habe zwar den Entwickler des ext2fs-Treibers kontaktiert, da er mal an einer 16-Bit Variante gearbeitet hat, aber im Moment liegt der Treiber noch nicht vor. Spätestens hier würgt sich der Rechner ab.
Desweiteren scheinen die sockdev.xdd, sowie slip xif (dringend für das Netzwerk benötigt) auch nur auf der CPU >68000 zu laufen.
Der TT schaltet desweiteren selbständig auf das AES (GEM-Desktop) um, um die Installation nach einem Neustart fortzusetzen, das läuft bis zum 2.06 noch nicht zuverlässig. Aber da ist Abhilfe möglich.
EasyMiNT ST
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Perry Drechsel
Um noch einmal zu betonen, das ist der Weg, den ich gegangen bin. Dieser führt relativ zuverlässig zu einem laufenden MiNT-System, bessere Wege zu probieren bleibt jedem selbst überlassen.
Ich habe dazu benötigt:

  • Die EasyMiNT Distri (was sonst ;) )
  • den qed-Editor, der ist zwingend nötig.
  • Eine AES-Variante, XaAES empfohlen, Gem.sys trotzdem erst mal nötig
  • Einen Desktop, für den ST reicht Gemini
  • eine CrippleMiNT Distri
  • eine bash ver 2.05
  • Die Treiber für ein Minix-fs (wohl dem, der minit.ttp finden kann, der spart sich das CrippleMiNT und die bash)
  • ältere slip.xif und sockdev.xdd Treiber

Den QED-Editor, die laufenden slip.xif, sockdev.xdd, minix.xfs, bash und minit habe ich Euch in der
ST-PACK.ZIP mitgegeben.
Gemini könnt Ihr Euch unter http://www.hareteurk.de/atari/apps/apps.html herunterladen.
Die GEM.SYS und auch XaAES bekommt Ihr unter http://www.freemint.de
CrippleMiNT bekommt Ihr vom Distributor der EasyMiNT.
Nun ist das Päckchen geschnürt, es kann losgehen.

EasyMiNT ST
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Perry Drechsel
Als erstes sollte die Festplatte, wie bei EasyMiNT beschrieben partitioniert werden. Nur dass nun nicht nur LNX sondern auch MIX als zusätzlicher Partitionstyp eingetragen werden muss. Die Festplatte wird nunmehr partitioniert, die grösste Partition (möglichst nicht unter 400 MB) mit MIX gekennzeichnet. Nach einem Neustart sollten nun die TOS-Laufwerke (C: möglichst nicht unter 15MB, 30MB sind besser für spätere Anpassungen) sichtbar sein. Aus Erfahrung empfehle ich, ein zweites TOS-Laufwerk für GEM-Programme anzulegen. Viele Progamme (z.B. Eine Version von Highwire, wer's mal installieren will) benutzen kleingeschriebene Dateinamen während der Installation. Unter TOS ist das egal, da eh alle Files gross geschrieben werden. Aber unter Minix wird sehr wohl zwischen Gross- und Kleinschreibung unterschieden, da kommt es schon vor, dass die RSC-Files o. ä. nicht gefunden werden. Wer gern sucht, kann's auch lassen.
Nun zum wichtigsten Teil. Wohl dem, der hier minit.ttp zur verfügung hat, ich hatte es leider nicht. In diesem Fall ist es relativ einfach. minit.ttp starten, mit MIX gekennzeichnete Partition initiieren. Nachdem dies erfolgt ist, muss die MIX-Partition mit LNX markiert werden, sonst geht nix! Ausserdem sollte gem.sys unter C:\ installiert werden.
Nun für den Fall, wie meinen. Ich konnte leider nur die minit (gemacht für die bash) herunterladen. Ein Umbenennen in minit.ttp half nix, das Proggramm will einfach nicht unter TOS. Also musste ich einen anderen Weg gehen. Die Installation von CrippleMiNT half mir hier weiter. Wichtig, nach der Installation von CrippleMiNT sollten im Mint-Ordner die Dateien slip.xif und sockdev.xdd bereits ausgetauscht werden, da es sonst sofort Probleme gibt. Desweiteren muss der Treiber minix.xfs in den MiNT-Ordner kopiert werden. ext2.xfs sollte man löschen. In den Ordner C:\cripple\bin wird nun bash und minit kopiert. In's Laufwerk C:\ muss noch die gem.sys hinein. Nun muss noch in der C:\mint\mint.cnf vor der letzten Zeile der Befehl exec u:\bin\bash eingetragen werden, um später die shell zu starten. Wenn das durchgeführt wurde, WICHTIG !!! Leerdiskette erstellen und die hddriver.sys draufkopieren und in *.prg umbenennen. Dies muss in beiden Fällen, ob mit oder ohne CrippleMiNT erfolgen!

Nachtrag vom 8.1.05:
Ein selbstextrahierendes Archiv, welches folgendes enthält. Ich habe nun die Minix.ttp gefunden, die allen ermöglichen sollte, unter dem normalen TOS eine Minix-Partition zu erstellen. Alles, was Ihr im Paket minix.tos findet ist der minix-Treiber Ver 0.75 und der Treiber der Version 0.60. Die Version 0,60 enthält das wertvolle minix.ttp Programm, welches ermöglichen sollte, EasyMiNT ohne die Zwischeninstallation von CrippleMint zu installieren.
Sollte, da es von mir noch nicht getestet wurde, ob es überhaupt funktioniert. Ein Test steht erst noch an.
Desweiteren befindet sich noch ein Fileselektor im Archiv (in englisch, was kaum von Bedeutung sein sollte), der dem TOS ermöglichen soll, auf ein MINIX- Datei system zuzugreifen. Auch dieser wurde von mir noch nicht getestet.

Neustart des Rechners. Nun sollte MiNT anlaufen und mit der bash für jeden Befehl bereit sein. Wenn Ihr jetzt den Befehl
minit minixpartition:
eingebt, sollte auch hier das minixfs initiiert werden. Nach diese Tortur gebt Ihr c:\gem.sys ein, startet hddrutil und markiert auch hier die MIX Partition in LNX um.

Nachtrag 5.7.05
Diese Variante funktioniert, aber sie ist instabil! Nach mehreren Tests habe ich festgestellt, dass die gem.sys von Jack Tramiel dierekt auf den zugehörigen Multi-TOS-MiNT-Kernel zugeschnitten ist. Es wäre jetzt schon von Vorteil, wenn Ihr das XaAES fertig eingerichtet hättet, und mit dem Befehl xaaespfad\xaaes.tos das XaAES startet. Mit xaaespfad ist natürlich (jetzt und auch später) der Pfad gemeint, unter dem sich XAAES.TOS befindet.

Nun noch den MiNT-Kernel im Auto-Ordner umbenannt und den MiNT-Ordner umbenannt (Ihr braucht die Dateien noch, diese werden aber von EasyMiNT überschrieben!)
Nach einem Neustart sollte Euch nun der gute alte GEM-Desk anlachen. Jetzt bleibt Euch die letzte Möglichkeit, das XAaes auf den Rechner zu kopieren, der Installer fragt später danach.
Nun kann es zur eigentlichen Installation kommen. Es ist jedem selbst überlassen, ob er die Installation von CD oder Festplatte aus durchführt. Bei der Festplatte müssen dann eben die 150 MB mehr da sein, und die Dateien müssen irgendwie auf die Platte kommen.(ich hab's via ftp gemacht)
Ihr startet easymint.prg und die Grundinstallation beginnt. Dabei werden alle auf C: benötigten Dateien kopiert. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird der Rechner neu starten. Das Herunterfahren zulassen, aber den Neustart verhindern (abschalten ;))
EasyMiNT ST
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Perry Drechsel
Wenn der Rechner jetzt von Platte bootet, habt Ihr das >68000 Problem. Erstens habt Ihr ein minixfs als ext2fs installiert, dass der Treiber zu nutzen versucht. Die Folge ist ein Systemcrash. Zweitens ist der Minix-Treiber noch nicht installiert. Drittens sind die sockdev.xdd und slip.xif Treiber noch zu neu. Und viertens springt das TOS 2.06 nun mal leider nicht immer (manchmal aber schon) in den AES-Modus. Der Rechner bleibt einfach "stehen".
Um diese Probleme abzuschaffen, wird der Rechner von Diskette gestartet. Ist der Desk zu sehen, wird von der Diskette A:\Hddriver.prg gestartet, den Ihr nun hoffentlich von der Festplatte gesichert habt. Nun sollten auch die Laufwerke wieder sichtbar sein. Das Minix-fs lässt sich verständlicherweise nicht öffnen. Damit es unter MiNT wieder ansprechbar wird, müsst Ihr den minix.xfs Treiber wieder in den nach C:\MINT kopieren, damit das Laufwerk während der eigentlichen Installation auch zur Verfügung steht. Damit das aber auch funktioniert, muss die Minix-Partition mit hddrutil wieder von LNX in MIX markiert werden. Wird das vergessen, kann der minix-Treiber die Partition nicht finden und die Installation schlägt fehl. Zum Schluss muss noch in der mint.cnf in C:\mint vor der letzten Zeile der Befehl
exec C:\gem.sys
oder wo die GEM.SYS sich befindet, eingetragen werden.

Nachtrag 5.7.05:
auch hier wäre es von Vorteil, wenn XaAES schon installiert wäre, dann sollte der Eintrag

exec xaaespfad\xaaes.tos
lauten.

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Perry Drechsel
Fassen wir kurz zusammen:

  • XaAES ist auf der Platte?
  • Die Treiber sockdev.xdd und slip.xif sind ausgetauscht?
  • Die Minix Partition ist wieder mit MIX gekennzeichnet, der Treiber minix.xdd installiert?
  • gem.sys ist an seinem Platz?
  • die C:\mint\mint.cnf ist modifiziert?<\>

Dann gibt es nur eines, den Neustart. Nun könnt Ihr das System von der Festplatte aus starten. Habt Ihr alles richtig gemacht, sollte der MiNT-Kernel hochfahren und das Multitos-AES starten. Die gem.sys fragt die newdesk.inf ab, in der sich easymint.prg breit gemacht hat. Von nun an führt Euch der Installer duch die Installation. Zwei Dinge solltet Ihr beachten:

1. Die minix-Partition ist komplett eingerichtet, alle Anfragen des Installers, die das Einrichten eines ufs abfragen, egal ob minix oder ext2fs, sind zu verneinen.

2. Der Installer richtet Euch bei EasyMiNT das Netzwerk sehr gut ein! Das erspart Euch eine Menge Arbeit. Es ist mir aber passiert, dass die Installation wegen Fehlern, die ich noch nicht aufspüren konnte, abgebrochen wird.

Nachtrag 5.7.05:
Hier schlägt die gem.sys richtig zu. Die Abstürze werden dadurch verursacht, dass die GEM.SYS nur mit dem Multitos-MiNT-Kernel sauber zusammen arbeitet. Bei anderen Kerneln kommt es ständig zu abstürzen.

Aber grundsätzlich ist das unwichtig, da der Installer ganz genau weiss, was er Installiert hat und die Installation selbständig fortsetzt. Die Netzwerkinstallation wird dann aber "vergessen", wenn Ihr das Netzwerk nicht als letztes Paket installiert.
Deshalb mein Vorschlag: Vorerst das Netzwerk als letztes Paket installieren. (Die Pakete werden in der Reihenfolge installiert, in der sie aufgeführt werden) Die anderen Pakete können jederzeit nachträglich installiert werden, aber das Netzwerk wird Euch sauber eingerichtet. Wenn die Installation abgeschlossen ist, werdet Ihr nach der Installation das MiNT so sehen, wie Ihr es eingerichtet habt. Console oder AES, wie Ihr wollt.

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Perry Drechsel

Ein echter Unixer (ich bin durch Linux zum Unix gekommen) startet von der Console und wird sich hier wie zu Hause fühlen. Zwei Probleme sind mir begegnet:

1. Die slip.xif und sockdev.xdd scheinen den Nebeneffekt zu haben, dass der shutdown nicht mehr geht, sowie das Netzwerk läuft. Ich bin auf der Suche nach den perfekten Treibern, wer's vor mir findet, den bitte ich um eine Nachricht, ich hätte es auch gerne sauber.

2. toswin2.prg funktioniert, aber wenn die Console gestartet wird fährt sich der Rechner hoffnungslos fest, also Vorsicht! Ich bin noch auf der Suche nach einem effizienten Ersatz.

Nun hoffe ich, es gelingt dem Einen oder Anderen, ein EasyMiNT auf seinen ST zu kriegen, ich bin schon zufrieden und auch erfreut, dass es geklappt hat.
Sollte jemanmd Anregungen oder Tips haben, wie's besser zu machen geht, ich bin ganz Ohr.

Damit hier nix im Sande verläuft, sollten o.g. Kommentare an

Perry Drechsel gesendet werden, ich werd sehen, was ich tun kann.

have a little fun

Perry Drechsel


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